FOND
OF
Katja Hintze

FOND OF Tomorrow - Thema: Bildung

Schon mal über Morgen nachgedacht? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Film „Tomorrow“. Die Dokumentation zeigt mögliche Lösungen auf, um dem globalen ökologischen Kollaps entgegenzuwirken.

 

Eine tragende Rolle spielt dabei das Themenfeld „Bildung“. Im fünften Teil unserer Veranstaltungsreihe FOND OF Tomorrow drehte sich alles um einen ganzheitlichen Bildungsansatz und welche Rolle dabei ein durchdachtes Bildungskonzept spielt. Dabei ging es um Dinge, die Menschen nicht nur im formalen Bildungsbetrieb lernen, egal wie alt sie sind. Sondern indem sie rausgehen, die Welt erleben und im Austausch mit anderen Menschen Dinge anpacken.

Katja Hintze

Als Gastrednerin war Katja Hintze, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bildung, vor Ort. Als Gründerin der Stiftung Bildung arbeitet sie eng mit Kita- und Schulfördervereinen zusammen und setzt sich für innovative Ansätze im Bereich Bildung ein.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, fassen wir hier die im Film präsentierten Top 5 Lösungen für die Bildung von morgen zusammen!

1) Gemeinsam mit- und voneinander lernen

Wir lernen von Menschen – vor allem von denen, die anders sind, als wir selbst. Mentoringprogramme bringen gezielt Menschen zum gemeinsamen Lernen zusammen. Bei vielen Ansätzen geht es besonders darum, benachteiligte Schüler mit Studierenden oder Uni-Absolventen in Kontakt zu bringen. Die Programme helfen nicht nur den Schülern, sondern verändern auch bei den „Mentoren“ die Perspektive – indem sie neue Lebenswelten kennen und verstehen lernen.

2) In und von der Natur lernen

Wer über unsere Umwelt lernen will, muss sie erleben. Die Natur- und Erlebnispädagogik bringt Kinder in die Natur. Dort lernen Kinder (und Erwachsene!) über Tiere, Pflanzen und Ökosysteme – lernen, Bäume zu unterscheiden und Spuren zu lesen. Aber sie lernen auch viel über sich selbst und ihre Mitmenschen. Wie wir uns  “im Freien” zurechtfinden, wie wir  Einsamkeit aushalten, wie wir  in der Gruppe gemeinsam Dinge planen und umsetzen. Die zahlreichen Pfadfinder- und Wandergruppen machen dies seit Jahrzehnten (wenn nicht Jahrhunderten). Aber auch jüngere Initiativen bringen Kinder, und Erwachsene, zum Wundern, Spielen und Lernen in die Natur – oder mit den “Gartenclubs” Gärten mitten rein in Wohnsiedlung.

3) Schule neu denken

Wie sähe eine Schule aus, die auf der Neugier von Kindern basiert, und nicht auf Kontrolle und Zwang? Die Freiräume und Experimente ermutigt, statt Fehler zu bestrafen? Von Rousseau über Montessori und Steiner bis zu heutigen Denkern haben sich Menschen für neue Lernformen eingesetzt. Auch heute setzen sich Menschen für neue Schulformen und neue Formen des Lebens ein, zum Beispiel für Orte, die freier, offener und lebendiger sind, die den Erkundungs- und Wissensdrang in Kindern stärken, statt ihn zu schwächen.

4) Die Hochschulen umkrempeln

In Universitäten bilden wir diejenigen Menschen aus, die später wichtige Entscheidungen treffen werden. Auch dort setzt sich eine ganze Reihe von Organisationen dafür ein, dass ökologische und soziale Probleme und Lösungen nicht zu kurz kommen. . Lokale Gruppen wie die im oikos International oder sneep-Netzwerk organisieren Seminare, Vorlesungen oder Workshops. Außederm gibt es eine Vielzahl an Nachhaltigkeits-Studiengänge. Zuletzt haben sich in einzelnen Städten “Green Office”-Initiativen gebildet – studentisch geführte Nachhaltigkeitsbüros, die im Auftrag der Hochschulleitung Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Betrieb verankern.

5) Beim Selbermachen lernen

Wer selber macht, der lernt am besten. Wenn Menschen Probleme gemeinsam angehen, nach Lösungen suchen, vor Ort, in der Welt, in sich drinnen, lernen sie nicht nur Mathe oder Englisch, sondern, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Als Welt, die wir gemeinsam gestalten müssen und können!