Philipp, FOND OF DIGITAL und verantwortlich für unsere Digital-Teams, gibt in unserem Interview Einblick in die Digitalstrategie von FOND OF BAGS. Weiter unten habt ihr die Möglichkeit euch den Vortrag zur Digitalstrategie von FOND OF BAGS  – Daniel Mensing // Fashiontech Januar 2017 –  anzuschauen und mehr zu erfahren.

Mittlerweile arbeiten bei FOND OF BAGS über 180 Menschen, davon viele in digitalen Jobs. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Philipp: Uns war von Anfang an bewusst, dass Digitalisierung eine große Rolle spielt, dementsprechend haben wir hier in viele tolle Menschen investiert und sie an Bord geholt. Uns ist wichtig, intern eigenes Know-How aufzubauen, um die Dinge, die wir tun, zu verstehen – bevor wir externe Partner mit einbinden.

Wie einfach oder schwer war es, Talente im Digitalbereich zu finden und was habt ihr dafür getan?

Philipp: Das kann oftmals länger dauern, wenn man für ein Unternehmen recruitet, für uns zahlt sich das Warten aber aus. Wir haben z.B. Meetups veranstaltet, klein und fein, statt fancy und big. Dabei ging es uns um Leute aus der Region, ein kleiner Kreis der als Netzwerk fungiert. Insgesamt sind wohl über 50% der Menschen, die bei uns arbeiten über Kontakte gekommen.

Welche Herausforderungen siehst Du für Euch im Rahmen der Digitalisierung und wie begegnet ihr diesen?

Philipp: Im Tagesgeschäft ist dies momentan die Ressourceneinteilung. Rucksack- und Taschen-Kollektionen haben Peaks und es gibt Zeiten, zu denen die „Hütte brennt“. Das lösen wir durch ein Netzwerk an externen Freelancern, durch frühe Starts und gute Absprachen. Zur Abstimmung nutzen wir modernste Tools wie Slack oder Asana, die Effizienzvorteile für uns bringen, verzichten weitestgehend auf Emails und nutzen direkte Absprachen.

Apropos Tools, wie sieht hier Eure Strategie aus?

Philipp: Da sind wir uns im Digitalteam einig und verfolgen einen „Best-in-Class“ – Ansatz. Wir schätzen Flexibilität und glauben, dass eine einzige, übergreifende Softwarelösung mit „Monolith“-Charakter Abhängigkeiten schafft und auf Grund ihres generalistischen Ansatzes nicht überall Experte sein kann. Klar gibt es dann die Herausforderung, Brücken zwischen den Tools zu bauen, das sind aber für uns geringere Übel als in Abhängigkeit einzelner Tools zu geraten, für deren Lösungen es irgendwann bessere gibt.

Sicher gibt es schon Erfolge, auf die ihr stolz seid – berichtest Du uns davon?

Philipp: Im Moment verzeichnen wir viele kleine und größere Erfolge, vor allem durch schnelles Ausrollen. Wir betreiben z.B. digitales Branding und schaffen Marken durch starken, digitalen Werbedruck, wo alle anderen sagen: geht nicht. Das offensichtlich mit Erfolg, zuletzt gerade mit AEVOR. Aber auch bei Marken im Aufbau, die bereits im Evoked Set der Zielgruppen angelangt sind wie unsere Streetfashion-Marke pinqponq funktioniert dies sehr gut.

Wie schafft ihr digitales Branding ganz konkret?

Philipp: Bei pinqponq haben wir beispielsweise unsere potentiellen Kunden im Umkreis von 10 – 15 km unserer Fachhändler digital angesprochen, quasi in unmittelbarer Nähe des Point of Sale. Online Marketing Rockstars hat uns vor kurzem als erfolgreiches „Best-in-Class“ – Beispiel für Instagram-Advertising mit unserer Marke pinqponq genannt.

Hand auf Herz: Instagram – Hype oder Hymne?

Philipp: Für uns ist Instagram ein zentraler Kommunikationskanal. Aus meiner Sicht immer noch ein neuer Kanal, der seine Spielregeln zwischen Influencern, Brands und Endkunden gerade definiert. Schön ist auf der technischen Seite: Facebook-Ads muss man nicht groß anpassen, um sie auf Instagram auszuspielen. Andererseits haben wir enge, eigene Blogger-Relations, über die wir Millionen von Followern erreichen können mit Produktplatzierungen.

Influencer-Marketing ist für Euch also ein großes Thema?

Philipp: Es ist natürlich ein Baustein in unserer Digitalstrategie. Wir konnten aber damit z.B. kürzlich die Zahl an Followern für AEVOR verdreifachen. Grundsätzlich achten wir bei der Zusammenarbeit mit Influencern auf Markenfit und Zielgruppenfit und weisen die Influencer daraufhin, Product Placements sauber als Werbung zu deklarieren. Wir entwickeln Methoden für uns, den Erfolg hier messbar zu machen. Wichtigste Faktoren sind natürlich die Anzahl aller Follower, Interaktionen der Nutzer (Kommentare, Likes) und die Kosten pro Interaktion.

Zum Schluss: Sucht ihr noch oder habt ihr schon – welche Menschen sucht ihr für Euer Team?

Philipp: Ich glaube, dass mit dem Wachstum unseres Unternehmens auch unser Digitalteam kontinuierlich wachsen wird. Ein Stück weit sehen wir das hier auch unter dem Nachhaltigkeits-Gesichtspunkt im Sinne von langfristigen Partnerschaften – egal ob fest angestellt oder Freelancer. Wir suchen immer wieder im Bereich Kreation (Webdesign, Graphikdesign etc.), Online Marketing (Facebook-Ninjas, SEO-Experten, CRM etc.) und Programmierung oder Navision-Experten.

Vielen Dank, Philipp!

Das Interview führte Martin, FOND OF CORPORATE BRAND & COMMUNICATION.

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Vortrag #fashiontech, Januar 2017 // Daniel, FOND OF DIGITAL, gibt einen informativen Einblick in unsere Digitalstrategie.