Als Teil einer wirtschaftlich globalisierten Welt ist es für uns bei FOND OF eine Herzensangelegenheit unsere Verantwortung entlang unserer Lieferkette in allen Bereichen wahrzunehmen. Unser Ansatz für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und Produktion basiert auf drei Säulen: soziale Verantwortung, ökologische Verantwortung und Transparenz.

Neben der Verwendung von PET-Recycling für einen Großteil unserer Stoffe, fußt die Säule der ökologischen Verantwortung insbesondere auf dem bluesign®-System. Dieses nutzen wir zum einen, um sicherzustellen, dass unsere Stoffe und Rucksack-Komponenten, wie zum Beispiel Schnallen oder Reißverschlüsse, nicht mit gesundheits- oder umweltschädlichen Chemikalien belastet werden. Zum anderen beleuchtet bluesign® weitere ökologische Themen wie Ressourcenproduktivität, Wasser- und Luftemissionen sowie Arbeitsschutz bei unseren Zulieferern.

bluesign bereiche

Wie funktioniert das bluesign®-System?

Viele Lieferanten unserer Stoffe und Komponenten sind bluesign®-Systempartner. Das bluesign®-System ist der derzeit strengste Ansatz zur Gewährleistung der chemischen Unbedenklichkeit eines Produktes. Die bluesign®-Systempartner müssen dabei den anspruchsvollen bluesign®-Prinzipien und -Kriterien folge leisten. Dadurch wird erreicht, dass die Produktion der Stoffe und Komponenten entlang der gesamten Lieferkette chemisch unbedenklich bleibt. Hierbei werden alle gesetzlich geregelten Schadstoffe (auf Basis der REACH-Verordnung der EU) überwacht und die dort vorgegebenen Grenzwerte häufig übererfüllt. Bei bluesign® wird dieser Prozess „Input Stream Management“ genannt, bei dem das Handeln der entscheidenden Akteure in der Lieferkette hinterfragt wird.

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Unser Ansatz basiert letztlich auf einer Liste von Chemikalien für die – über geltende Gesetze hinaus – Grenzwerte festgesetzt wurden oder aber der bewusste Einsatz in der Produktion gänzlich ausgeschlossen ist (Restricted Substance List (RSL)). So müssen sich auch die Lieferanten, die nicht bluesign®-Systempartner sind, bei der Herstellung der Produkte an eine umfangreiche Chemikalienliste halten, die den Einsatz bestimmter Substanzen stark einschränkt bzw. verbietet.

Wie kam FOND OF zum bluesign®-System?

Dem Gründerteam von FOND OF war schon immer bewusst, dass eine umwelt- und gesundheitsschonende Produktion wichtiger Bestandteil des Unternehmens werden sollte. Daher werden seit den ersten Tagen des Unternehmens, in denen FOND OF noch „ergobag“ hieß, bluesign®-zertifizierte Stoffe und Komponenten verwendet. Unser erster Stofflieferant war bluesign®-Systempartner und sensibilisierte unser Gründerteam früh für die Thematik. Bereits seit November 2013 sind auch wir selbst bluesign®-Systempartner.

Warum gerade das bluesign®-System?

Das bluesign®-Sytem basiert darauf, dass alle in einem Produkt verarbeiteten Stoffe und Chemikalien einen bestimmten Standard erfüllen müssen. Demnach zählt am Ende nicht nur die chemische Sicherheit oder Zusammensetzung des Endproduktes. Das bluesign®-System setzt schon viel früher an – nämlich bereits am Anfang der Lieferkette, genauer gesagt bei der Herstellung der verwendeten Stoffe. Es ist damit viel tiefgreifender als andere Standards.

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bluesign®-Siegel

So wird gewährleistet, dass von Beginn an verantwortungsvoll und umweltschonend produziert werden kann. Das bringt nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz für die Mitarbeiter vor Ort mit sich, die ebenso wenig mit gefährlichen Chemikalien in Kontakt kommen sollen wie der Endverbraucher, auch der nachhaltige Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Gas und Energie wird bei den bluesign®-Systempartner in der Lieferkette kontrolliert. Damit wird Transparenz am Markt wird und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Qualität bei den Endverbrauchern geschaffen und ihnen gleichzeitig die Sicherheit gegeben, dass das von ihnen gekaufte Produkt chemisch unbedenklich ist.

Was bedeutet das bluesign®-System für unsere Lieferanten?

Wir reichen die von bluesign® definierten Chemie-Standards an unsere Lieferanten weiter – unabhängig davon, ob sie bluesign®-Systempartner sind. wer mit uns kooperieren möchte, sollte sich an diese Standards halten. Wer dies noch nicht für all seine Produkte nachweisen kann, muss mindestens die gesetzlichen Vorgaben der REACH-Verordnung erfüllen. Unsere Partner zu einer bluesign®-Mitgliedschaft verpflichten möchten wir hingegen nicht – denn das System setzt auch den Willen voraus, etwas verändern zu wollen. Denn der Weg des Produzenten, um bluesign®-Systempartner zu werden, ist nicht nur lang, sondern auch kostspielig. Unabhängig davon, dass wir Systempartner bei bluesign® sind, führen wir selbst stichprobenartige Tests auf chemische Unbedenklichkeit unserer Produkte durch.

Welche Ziele haben wir uns im Zusammenhang mit bluesign® gesetzt?

Weil unsere Bemühungen mit der einfachen bluesign®-Systempartnerschaft längst nicht beendet sein sollen, haben wir uns für die kommenden Jahre hohe Ziele gesetzt:

  1. Bis Ende 2019 wollen wir 100 Prozent unserer Stoffe und 50 Prozent unserer Komponenten von bluesign®-Systempartnern beziehen. Bisher stehen wir hier bei 85 Prozent der Stoffe und 18 Prozent der Komponenten.
  2. Ebenfalls bis Ende 2019 wollen wir zwei bluesign®-Produkte in Produktion bringen. Damit ein Produkt das Gütesiegel „bluesign®-Produkt“ bekommen darf, müssen 90% der Stoffe und 20% der Komponenten speziell „bluesign® approved“ sein. Aktuell führen wir ein Pilotprojekt mit unserer Brand Affenzahn durch. Bald sind wir hoffentlich in der Lage alle Anforderungen zu erfüllen und unsere Erkenntnisse auf andere Produkte und Brands zu übertragen.

 

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